| |
Maria Troncatti wir am 16. Februar 1883 in Corneo Golgi (Brescia, Italien) geboren. Sie wuchs in einer großen Familie auf dem Land auf. Während ihrer Kinder- und Jugendzeit ging sie gern zum Katechismusunterricht und zu den Sakramenten, und so wuchs langsam der Wunsch, Ordensfrau zu werden. Allerdings musste sie warten, bis sie volljährig wurde, da ihr Vater sich Jahre vorher weigerte, ihr dazu seinen Segen zu geben. Im Jahr 1908 legte sie ihre erste Profess in Nizza Monferrato ab. Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester im Militärhospital. Diese Erfahrungen, die sie hier machen durfte, waren ihr später in ihrer missionarischen Arbeit im Urwald von Ecuador sehr dienlich. 1922 wurde sie nach Ecuador gesandt - zu den Indianern der „Shuar". Mit anderen zwei Mitschwestern beginnt sie die schwierige Evangelisation unter ihnen. Immer wieder wurden die Schwestern Risiken aller Art ausgesetzt. Naturgewalten (Flüsse traten über die Ufer) und wilde Tiere forderten sie heraus. Macas, Sevilla Don Bosco und Sucúa sind nur einige der "Wunder", die Sr. Maria Troncatti vollbrachte - und zwar als Krankenschwester, Chirurgin, Orthopädin, Zahnärztin oder Anästhesistin. Aber am liebsten wirkte sie als Katechetin. Ihr starker Glaube, ihre Geduld und ihre Liebe für die Menschen zeichneten sie aus. Ihr Einsatz für die Förderung der „Shuar"-Frauen trägt bald schon Früchte in vielen neuen christlichen Familien. Die jungen Frauen werden nicht mehr zwangsverheiratet und können sich frei entscheiden. Durch einen tragischen Flugzeugunfall (Sr. Maria wollte zu geistlichen Exerzitien in die Hauptstadt fliegen) kam sie am25. August 1969 ums Leben. Ihre sterblichen Überreste werden in Macas, in der Provinz Morona, verehrt.
|