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Margherita Occhiena, die Mutter des hl. Johannes Bosco, wurde am 1. April 1788 in Capriglio, in der Provinz Asti, Italien als sechstes von zehn Kindern geboren. Noch am gleichen Tag wird sie in der Pfarrkirche getauft. Ihre Eltern sind wohlhabende Bauersleute und aufrichtige Christen. Schon von Kindheit an arbeitet Margherita mit und das mit großem Eifer. Wie es zur damaligen Zeit üblich war, gab es für nicht die Möglichkeit des Schulbesuchs. Allerdings hat sie eine große Vorliebe für das Gebet, das sie bereichert und ihr zu einer Weisheit verhilft, die man nicht in Lehrbüchern findet. 1812 heiratet sie Francesco Bosco. Francesco ist 27 Jahre und Witwer. Er bringt einen dreijährigen Sohn, Antonio und seine kranke Mutter mit in die Ehe. Im folgenden Jahr wird ihnen Giuseppe geboren und im Jahr 1815 Giovanni (der spätere hl. Johannes Bosco). Bald darauf ziehen sie nach Becchi um, in den Ortsteil Castelnuovo d'Asti. 1817 stirbt ihr Mann Francesco an einer Lungenentzündung. Nun ist Margherita schon mit 29 Jahren Witwe und steht mit drei Kindern da und der alten und kranken Schwiegermutter. Zudem herrscht zu diesem Zeitpunkt eine Hungersnot. Aber sie eine Frau voll Glauben. Gott ist in ihren Gedanken gegenwärtig und fast immer hat sie ein Gebet auf den Lippen. Die Liebe des Herrn war in ihr so mächtig, dass er in ihr ein großes mütterliches Herz geformt hat. Sie war eine weise Erzieherin; sie wusste die väterliche und die mütterliche Rolle, Milde und Festigkeit, Wachsamkeit und Vertrauen, Vertrautheit und Gesprächsbereitschaft sehr gut zu vereinbaren, wenn sie ihre Söhne mit selbstloser, geduldiger Liebe erzog. Sie hatte das Lebensumfeld ihrer Söhne im Blick und vertraute auf menschliche Möglichkeiten und die Hilfe Gottes. Sie zog drei Jungen mit so unterschiedlichen Charakteren auf, zwar mit den gleichen Kriterien jedoch mit unterschiedlichen Methoden. Sie lehrte sie den Katechismus und sie bereitete ihre Söhne auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion vor. Als sie den Traum Johannes, den er mit neun Jahren hatte, hörte, war sie die einzige, die ihn im Licht des Glaubens deutete: „Wer weiß, vielleicht sollst du eines Tages Priester werden." Sie erlaubte Johannes auch den Umgang mit den Jungen, die nicht gerade als vertrauenswürdig galten, weil sie sah, dass sie sich in seiner Anwesenheit besser benahmen. Antonio, der Stiefbruder des Johannes, war ihm feindselig gesinnt, weil Johannes gerne Bücher las und lernen wollte. So entschloss sich Margherita schweren Herzens ihren Jüngsten zu Verwandten in die Meierei Moglia zu geben, wo er als Knecht half. Sie begleitet Johannes auf seinem Weg zum Priestertum mit großen Opfern. Am Tag seiner Priesterweihe spricht sie Worte zu ihm, die er sein Lebtag nicht vergessen wird. Als Don Bosco 1846 schwer erkrankte (und dem Tode nahe war), kommt Margherita ihm zu Hilfe. Sie entdeckt, dass er für die verlassene Jugend viel Gutes tut. Auf die Bitte, ihm nach Turin zu folgen, antwortet sie ihm: „Wenn du glaubst, dass das der Wille Gottes ist, bin ich bereit, mit dir zu kommen." Die mütterliche Gegenwart Mamma Margheritas verwandelt das Oratorium in eine Familie. Zehn Jahre lang wechselt sein Leben zwischen dem eines Sohnes und dem des Gründers der salesianischen Werke. Margherita ist dabei eine seiner wichtigsten Mitarbeiterinnen. Sie macht das mütterliche Element des Präventivsystems aus und ohne es zu wissen wird sie so auch zur „Mitgründerin" der Salesianischen Familie. Am 25. November 1856 stirbt sie in Turin an einer Lungenentzündung mit 68 Jahren. Viele Jungen begleiteten ihren letzten irdischen Weg zum Friedhof und trauerten, wie wenn man um eine Mutter trauert. Generationen von Salesianern nannten und nennen sie liebevoll Mamma Margherita.
Am 15. November 2006 wurde sie von Papst Benedikt XVI. als verehrungswürdig (eine Vorstufe im Heiligsprechungsprozess) eingestuft.
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