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Das Leben der beiden spanischen Don Bosco Schwestern war von großer Einfachheit geprägt, allerdings war es von Großherzigkeit, Opferbereitschaft und dem täglichen Einsatz für das Reich Gottes gekennzeichnet.
Sr. Carmen Moreno wurde in Villamartín 1885 geboren und kam aus gut bürgerlichen Verhältnissen. Sr. Amparo Carbonell hingegen, die 1893 geboren wurde und aus Alboraya (Valenza) stammte, aus ärmlichen Verhältnissen. Carmen lernte die FMA in Sevilla kennen, in einem Kolleg, das sie nach dem Tod des Vaters besuchte. Amparo war in Valenza in einem Haushalt als Magd tätig. Ihre Berufung war so ganz anders als die von Carmen.
Sr. Carmens Leben wechselte zwischen Lehrtätigkeit, Leitung von Werken und als Oberin von Gemeinschaften. Die intensivsten Jahre verbrachte sie wahrscheinlich in Valverde del Camino, wo sie die kleine Heilige, Sr. Eusebia Palomino, eine einfach Köchin, die aber von einer sehr sympatischen Art war und wunderbare Fähigkeiten besaß, kennenlernte. 1936 waren Sr. Carmen und Sr. Amparo zusammen in der gleichen Kommunität. Sr. Amparo als Faktotum und Sr. Carmen als Vikarin. Das Haus "Santa Dorotea" in Barcelona war von Don Bosco gewollt und wurde von ihm gegründet und zwar mit der finanziellen Unterstützung der reichen Dame Dorotea da Chopitea. Sie war zwar reich, lebte selbst aber sehr arm - im evangelischen Sinn und teilte auch das geistliche Leben der Schwestern. Im Juli 1936, es war gerade Bürgerkrieg, wurde ihnen gesagt, dass das Haus in höchster Gefahr sei. Die Schwestern (unter ihnen ein siebzigjährige), zwölf Novizinnen und zehn Mädchen, die noch im Kolleg zurückgeblieben waren, zerstreuten sich in der Umgebung.Einige Ordensfrauen, die keinen Unterschlupf bei Verwandten oder Freunden fanden, flohen in die Villa Jarth, die einem Deutschen gehörte, der den Schwestern sehr wohlgesonnen war.
Es war der 19. Juli. In den folgenden Tagen legten im Hafen von Barcellona zwei italienische Schiffe an, die Platz hatten, um Schwestern aufzunehmen. Sr. Carmen und Sr. Amparo aber wollten bleiben. Sie wollten einer Mitschwester beistehen, die sich einer schweren Krebsoperation unterzogen hatte. Dann wären sie wohl gemeinsam abgefahren...
In der Nacht des ersten Septembers rückte die Gewalt immer näher. Alle drei Schwestern, auch die kranke (die dann aber wieder freigelassen wurde), wurden gefangen genommen. Im Morgengrauen des 6. Septembers wurden sie aus dem Kerker zum Stadtplatz geführt, der in der Nähe des Meeres lag. Dort wurden die beiden hingerichtet; hre Körper blieben auf dem Boden einfach liegen. Am Nachmittag wiederholte sich so eine Hinrichtung. Die Leichen wurden in die Poliklinik zur Untersuchung gebracht. Die Henker wollten eine medizinische Ursache wegen der Dokumente - so wurde alles aufgezeichnet. Ihre Dokumente wurde aufbewahrt. Allerdings weiß man nicht, wohin die Leichname der beiden Schwestern kamen.
Sofort nach ihrem Tod sprach sich ihr Martyrium wie ein Lauffeuer herum und ihre Bekanntheit erhielt sich bis hinein in unsere Zeit, so dass ihre Heiligsprechungsprozess eingeleitet wurde. |