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Dank an die Generaloberin für 4380 Tage Verantwortung

 

 Der Abend des 20. Oktober stand ganz im Zeichen des Dankes an Madre Antonia Colombo, die definitiv ihre Amtszeit als Generaloberin beschließt, denn am Freitag, 24. Oktober steht die Wahl der neuen Generaloberin bevor. Mit ihr haben die Don Bosco Schwestern  den Beginn des 3. Jahrtausends erlebt, die Seligsprechung einiger Don Bosco Schwestern, die Eröffnung vieler Häuser in Missionsgebieten und an vordersten Fronten.
Themen, mit denen sie die Kongregation immer wieder konfrontiert hat, waren u. a.: die Globalisierung, der ethische Relativismus, der Liberalismus, die Treue zum Bund, die Staatsbürgerschaft im Sinn des Evangeliums, die interkulturelle Situation, die Solidarität, die Umstrukturierung, die Spiritualität der Gemeinschaft.
Die Kapitularinnen haben in Erinnerung gerufen, was Madre Antonia besonders auszeichnet und was Raum und Zeit überdauert: ihre Fähigkeit zur Freundschaft, ihre Aufrichtigkeit in den Beziehungen, ihr Vertrauen, ihre Offenheit, ihre apostolische Innerlichkeit, ihre Zärtlichkeit, die Autorität ihrer Persönlichkeit.
Eine Vielfalt von Symbolen, angefangen von einer herzförmigen leuchtenden Anstecknadel über den Krug, den Händedruck, den Samen, die Sonnenblume, die Muschel wollte Zeichen sein für die Hingabe.
Aber das Zeichen, in dem sich alle Kapitularinnen mit einander verbunden fühlten, war das Geschenk an die Madre: das Buch der Liebe - die Bibel.
Was die Madre als ganz Gott hingegebene Frau verwirklicht hat, wurde bei dieser Feier im Saal des Mutterhauses gläubig erwogen: sie hat die Sprache der Menschen verstanden, sie hat die Schönheit eines jeden Landes entdeckt; sie hat die Weisheit des Herzens mit der Klugheit und der Wahrheit zu verbinden gewusst; sie hat die Kunst des wahren Dialogs gelebt.
Die vielfältigen Ausdrucksformen des Dankes hat Madre Antonia zusammengefasst mit den Worten des 1. Kapitels aus dem Epheser-Brief: „Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke... Der Gott Jesu Christi...der Vater der Herrlichkeit gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, damit ihr ihn erkennt".
Die Madre hat Zeit, Talente, Kräfte und Begeisterung investiert, vor allem aber ihre apostolische Innerlichkeit.
Und an diesem Abend des Dankes hat sie noch einmal die Treue zu Gott und zum Menschen bekräftigt mit dem Vers 14 aus dem dritten Kapitel des Epheser-Briefes: „Ich beuge meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird. Er möge auf Grund seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt".
Nun geht ein Abschnitt unserer Geschichte zu Ende, und das Institut der Töchter Mariä Hilfe der Christen beginnt einen neuen Abschnitt. Wir haben das Glück gehabt, diese Zeit mit ihr zu leben. Sie hat uns mit einbezogen und teilnehmen lassen, wie der Apostel im 1. Johannesbrief schreibt: „...Wir schreiben all das, damit unsere Freude vollkommen ist".

zusammengefasst und übersetzt von Sr. Katharina Schmid

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