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Am 12. Januar jährte sich zum zweiten Mal der Tag des schweren Erdbebens in Haiti. Über 220.000 Menschen sind damals ums Leben gekommen. Viele Hunderttausend obdachlos geworden, viele Kinder, die zu Waisen wurden. Sr. Dieudonne Jean-Louis, die das Projektbüro der haitianischen Provinz leitet, erzählt: «Der Wiederaufbau geht nur langsam voran. Viele öffentliche Gebäude und Kirchen wurden noch nicht aufgebaut. Schulen und Universitäten sind in Behelfsunterkünften untergebracht. Nach wie vor gibt es Zeltstädte auf öffentlichen Plätzen und in Gärten. Und doch gibt es einige Zeichen und Aktivitäten die darauf hinweisen, dass es vorwärts geht. Dank auch der Initiative von Präsident Martelly.» Das haitianische Volk hofft, dass das, was die Politiker und internationale Organisationen versprochen haben, auch umgesetzt wird. Der neue Präsident Martelly hält daran fest, dass «sich Veränderungen nur durch Bildung für alle verwirklichen lässt». So haben über 900.000 Kinder aus acht von zehn Bezirken, die Möglichkeit erhalten, kostenlos eine Schule zu besuchen. Das wurde durch das Programm «Scolaritation Universelle gratuite et obligatoire» erst möglich. Schwester Diedionne erzählt weiter: «Auch unsere Schule in Cap Haitien nimmt an diesem Programm teil und nimmt für den Nachmittag im Hort 200 Kinder auf.» Weiter berichtet sie: «Dank der Großherzigkeit vieler Menschen und Organisationen konnten alle Gebäude, die die Don-Bosco-Schwestern auf Haiti unterhalten, repariert und ausgebessert werden. Die beiden Einrichtungen in La Saline (die Schule "Maria Ausiliatrice) und in Petion-Ville, die völlig zerstört wurden, nehmen langsam wieder Gestalt an. Die Bauarbeiten sind in vollem Gang. In Jacmel konnten noch acht weitere neue Klassenräume geschaffen werden. Am 8. Dezember konnten wir in Croix des Bouquets den Grundstein für eine komplett neue Einrichtung - ein Waisenhaus für 150 Mädchen - legen.» Am 12. Januar 2012 wurden viele Gebäude neu eingeweiht. Viele Feierlichkeiten, bei denen der Opfer gedacht wurde, fanden an verschiedenen Orten in Haiti statt. So bleibt zu hoffen, dass mit der neuen Regierung die weiteren Planungen für das ärmste Land der westlichen Welt zügig zum Positiven voran gehen. |