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Sr. Rita Peters und Frau Margret Kramer-Fischer aus Neunkirchen waren im Juni zu einer Projektreise in Madagaskar. Sie haben Sr. Germana, die Provinzökonomin, begleitet, wenn sie anstehende Projekte besichtigt hat. So geht es einmal auch ins „Givelet", eine Grundschule am ländlichen Stadtrand von Fianarantsoa. Monseigneur Givelet war ein Priester, der vor etwa 30 Jahren diese Schule in seiner kleinen Kirche gegründet hat. Inzwischen gibt es vier neue eingeschossige Gebäude mit insgesamt 10 Klassenzimmern und 2 Räumen für das Schulbüro und Lehrerzimmer. In dieser Schule werden in 10 Klassen insgesamt 520 Kinder von 4 bis 14 Jahren unterrichtet. Sr. Nunziatina, die die Schule leitet, besucht regelmäßig auch die Familien, vor allem jene, die neu zugezogen sind. Bei diesen Besuchen findet sie immer wieder Kinder vor, die rötliche stumpfe Haare haben und viel kleiner sind, als sie dem Alter nach sein sollten.  Bei einem solchen Spaziergang trafen wir auch Claire und Davide, die beide sehr unter Mangelernährung litten. Claire freut sich nun schon auf den Schulbesuch. Sr. Nunziatina hat die Mutter gleich zur Anmeldung ins Schulbüro bestellt. Diese wollte schon ablehnen, da sie doch die Schule nicht zahlen kann. Aber Sr. Nunziatina darf mit unseren Spenden rechnen, denn wir haben die anderen Schulkinder gesehen und wissen, dass der Schulbesuch und vor allem der tägliche Becher Milch bei diesen Kindern Wunder bewirkt. Davide hingegen schien uns so schwach, dass Sr. Nunziatina nicht bis nach den Ferien warten wollte. Er sieht aus wie vier, dabei ist er schon 7 Jahre alt. Er hat noch vier ältere und zwei jüngere Geschwister und kommt daher wohl immer zu kurz. Sr. Nunziatina hat seiner Mutter angeboten, ihn schon jetzt ins Schwesternhaus zu bringen, damit er in der kleinen Heimgruppe ein eigenes Bett und genügend Nahrung bekommt. So kann er bis zum Schulbeginn schon einmal ein wenig aufholen, damit er dann auch gut lernen kann. Die vielen armen Kinder brauchen den ganzen Einsatz von Sr. Nunziatina und Sr. Germana. Und diese brauchen unseren Einsatz, damit sie die vielen Säcke Milchpulver (vier Säcke zu 25 kg pro Woche), die Lehrergehälter und Schulmaterialien für ihre 520 Kinder zahlen können.
So können auch im nächsten Jahr stolze Eltern die Zeugnisse ihrer glücklichen Kinder bewundern. Denn beim Wettstreit aller Schulen der Region schneiden unsere Kinder immer am besten ab. Dies verdanken sie dem Einsatz der guten Lehrer, dem täglichen Becher Milch und den Wohltätern, die dies alles mit ihren Spenden ermöglichen.
... hier können Sie weitere Bilder von Fianarantsoa sehen
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